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Dienstag, 11. April 2017

Rezension: Hundert Stunden Nacht von Anna Woltz


 Titel: Hunder Stunden Nacht
Autor: Anna Woltz
Verlag: Carlsen
Seiten: 256
Erscheinungstermin: 3.März 2017
Einband: Gebunden
Preis: 15.99
(Quelle: amazon.com)

Emilia hat sich die Kreditkarte ihres Vaters geschnappt und einen Flug nach New York gebucht. Sie will einfach nur weg. Aber das Apartment, das sie übers Internet gemietet hat, gibt es gar nicht und zu allem Überfluss kündigt sich Wirbelsturm Sandy an. Zum Glück lernt sie

Seth, Abby und den ziemlich verrückten Jim kennen. Zusammen finden sie eine Bleibe in SoHo. Inzwischen hat der Sturm die Stadt fest im Griff: das Haus beginnt zu wackeln, dann fällt der Strom aus. Die vier müssen immer enger zusammenrücken, ob sie wollen oder nicht.
(Quelle: Carlsen.de


 Dieses Buch wurde mir vom Carlsen-Verlag netterweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Emilia hat kein Bock mehr. Sie wird in ihrer alten Schule bis aufs letzte gemobbt, nur weil ihr Vater, der Schuldirektor ihrer Schule, mit einer Schülerin geschrieben und sich mit ihr getroffen hat. Als das rauskam, war ganz Holland schockiert. Im Internet wurden Hassparolen gegen ihn und seine Familie publiziert. Und somit auch gegen Emilua. Damit muss Schluss sein. Sie haut nach New York ab, um dem ganzen Trubel zu entkommen. Sie ist zwar erst vierzehn, kann aber gut auf sich allein aufpassen. Blöd nur, dass die gemietete Wohnung gar nicht existiert. Noch blöder ist, dass Orkan Sandy auf dem Weg und somit ganz New York in Aufruhr ist. Ob der gutaussehende Jim oder der schüchterne Seth und seine aufgedrehte Schwester Abby ihr helfen können?

Mir hat das Buch extrem gut gefallen. Anna Woltz hat hier ein wahres Meisterwerk erschaffen. Die Kulisse kann nicht besser gewählt sein. New York wird hier so wunderbar schön beschrieben, gleichzeitig wird hier aber auch die fatale Veränderung nach Sandy super zur Schau gestellt - ich dachte, ich wäre mittendrin. 
Die Handlung ist durchweg spannend, humorvoll, an manchen Stellen dramatisch und geheimnisvoll. Man möchte glatt das Buch nicht aus den Händens legen.
Der Geschichtsverlauf ist auch mega. Unglück über Unglück kommen in Emilias Leben auf, trotzdem hält sie ihnen Stand. Eine wahrhaft starke Protagonistin. So sind auch die anderen Charaktere gewählt. Seth und Jim buhlen um Emilias Herz - der eine auffällig, der andere eher versteckt. Die kleine Schwester Abby ist für mich dennoch der wahre Held im Buch. Ich finde Abby ist ein so großartige vielschichtiger Charakter, obwohl sie erst neun ist, verhält sie sich in manchen Situationen erwachsener als die anderen. Sie ist an manchen Stellen zwar ein wenig aufdränglich und hyperaktiv, doch dies schmeichelt ihtem Charakter einfach nur positiv. 

Alles in allem ein mega gutes Buch, was ich jedem nur empfehlen kann. Das wird bestimmt nicht mein letztes Buch von Anna Woltz sein...

5/5 Sterne

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