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Donnerstag, 20. Juli 2017

Rezension: »Fay« von Larry Brown


Titel: Fay
Autor: Larry Brown
Verlag: Heyne Hardcore
Genre: Contemporary/Roadtrip
Seiten: 656
Einband: Gebunden mit Schutzumschlag
Erscheinungstermin: 9.Mai 2017
Preis: 22.99€
(Quelle: amazon.com)

Der Roman erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fay, einer bildhübschen jungen Frau, die von zu Hause, von ihrem gewalttätigen Vater, wegläuft. Mit nichts als
einer Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche verlässt sie ihre Hütte im Wald und macht sich auf den Weg Richtung Küste, auf der Suche nach einem bessere Leben. Auf diesem Weg erlebt sie allerhand Bedrohliches, Gewalttätiges, aber auch Liebe und Hoffnung.
(Quelle: randomhouse.de)

Larry Brown, geboren 1951 in Oxford, Mississippi, begann seine Schriftstellerkarriere als schreibender Feuerwehrmann. Nachdem er jahrelang erfolglos versucht hatte, seine Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht zu bekommen, erschien 1988 unter dem Titel Facing The Music seine erste Kurzgeschichtensammlung. Weitere Short Storys und fünf Romane komplettieren das Werk des Mannes aus Mississippi, der auch außerhalb der Südstaaten Kultstatus besaß und vielfach ausgezeichnet wurde. Mit seinem Werk beeinflusste er viele Songwriter, von denen einige ihm nach seinem Tod infolge eines Herzinfarkts im November 2004 mit dem Tributalbum Just One More die Ehre erwiesen.
(Quelle: randomhouse.de)

 Fay lebte mit ihrer Familie im Wald, abgeschottet von fast allem, einen gewalttätigen, alkoholabhängigen Vater im Nacken und keine Freiheit. Doch damit ist jetzt Schluss. Fay haut ab. Auf ihrer Reise begegnet sie allen möglichen Männern und Frauen, lebt bei mehreren Menschen als Gast und genießt ihr Leben. Doch die Probleme rücken mit jeden weiteren Mann näher. Fay muss schnell lernen: Nicht jeder will ihr Gutes
...
Ich kam in das Buch ganz, ganz schlecht rein. Ich war gerade in einer Leseflaute und da hilft so ein dickes und einfälltiges Buch nicht so. Ich habe mich die erste Woche so durchgequält, kam aber einfach nicht voran. Bei etwa der Hälfte des Buches habe ich dann einfach das englische Hörbuch weiter gehört, sonst wäre ich wahrscheinlich in 10 Jahren noch nicht fertig gewesen.
Die Charaktere haben mir gar nicht gefallen. Alle hatten irgendwie Dreck am stecken, die Protagonistin war so naiv, dass es mir manchmal Schmerzen bereitet hat zu lesen, welche Entscheidung sie als nächstes trifft. Sie hat sich wirklich auf alles eingelassen. Mir ist bewusst, dass wenn man nicht zur Schule ging und sein ganzes Leben in einer Hütte verbracht hat, man nichts vom Leben außerhalb weiß, doch dann macht man nicht einfach das, worauf man Lust hat, sondern fragt vielleicht mal - So ein dummes Mädchen habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen!
Die Handlung war eigentlich ganz gut, man hat viel von der Welt gesehen, verschiedenste Charaktere traten auf und, auch wenn ihre Entscheidung oft zu voreilig und unüberlegt waren, haben sie dennoch zum Verlauf des Romans beigetragen.
Die Location war gut beschrieben und abwechslungsreich - was einem bei einem Roadtrip-Roman wohl nicht wundern sollte.
Der Schreibstil war an manchen Stellen sehr harsch (in sehr kleinen Abständen kamen oft vulgäre Wörter immer und immer wieder), doch das gehört wohl dazu, wenn man im amerikanischen Countryside unterwegs ist und die Mitmenschen generell eher feindlich gesinnt sind.

Alles in allem hat mir der Roman eher mittelmäßig gefallen. Die Roadtrip-Elemente kamen nicht so rüber wie erwartet, die Protagonistin hat mich nur aufgeregt und es hat mir keine Freude bereitet, dieses Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.

Ich gebe dem Buch insgesamt leider nur 2/5 Sternen.

1. Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod von Gerhard Jäger (Blessing Verlag)
[Hier geht's zur Rezension]

2. Tschick von Wolfgang Herrndorf (Rowohlt Verlag)
[keine Rezension vorhanden]

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