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Freitag, 7. Juli 2017

Rezension: »Junktown« von Matthias Oden


Titel: Junktown
Autor: Matthias Oden
Verlag: Heyne
Seiten: 400
Erscheinungstermin: 9.Mai 2017
Einband: Broschiert
Preis: 12.99€
(Quelle: amazon.com)

Diese Zukunft ist ein Schlaraffenland: Konsum ist Pflicht, Rauschmittel werden vom Staat verabreicht, und Beamte achten darauf, dass ja keine
Langeweile aufkommt. Die Wirklichkeit in »Junktown«, wie die Hauptstadt nur noch genannt wird, sieht anders aus. Eine eiserne Diktatur hält die Menschen im kollektiven Drogenwahn, dem sich niemand entziehen darf, und Biotech-Maschinen beherrschen den Alltag. Als Solomon Cain, Inspektor der Geheimen Maschinenpolizei, zum Tatort eines Mordes gerufen wird, ahnt er noch nicht, dass dieser Fall ihn in die Abgründe von Junktown und an die Grenzen seines Gewissens führen wird. Denn was bleibt vom Menschen, wenn der Tod nur der letzte große Kick ist?
(Quelle: randomhouse.de)

 Solomon Cain ist ein Ermittler in Junktown. Junktown, eine Stadt in Amerika, ist nach der Konsumrevolution eine gut kontrollierte Stadt. Wer seine Drogen nicht nimmt, wird beseitigt: Hochverrat. Cains neuster Fall hat mit einer Brautmutter zu tun, ein großer Roboter, der 800 neue Menschen auf die Welt bringen sollte. Doch dieser wurde getötet. Auf seinem Weg der Ermittlung stößt er auf viele Ungereimtheiten, eine Verwirrung jagt die nächste. Kann er seinen Liebsten überhaupt noch trauen? Und was hat die korrupte Regierung dir zu tun?
Mir hat das Buch wirklich, wirklich gut gefallen. Matthias Oden hat mit seinem Debütroman ein wirkliches Wunderwerk erschaffen. Erst einmal trifft man auf diese völlig andere Welt; Eine Dystopie, die für viele vielleicht die wunderbarste Weltvorstellung wäre. Mit dieser Weltordnung wird man direkt am Anfang konfrontiert und gepaart mit einem solch bizarren Mordfall ist das Chaos im Kopf des Lesers perfekt.
Durch das Buch hindurch kommen immer mehr Komponenten hinzu, die den Fall Cains beeinflussen, was einen konstanten Spannungseffekt mit sich zieht. 
Die Geschichte hat mir extrem gut gefallen. Wie ich schon sagte, war es durchgehend spannend. Man war durch das Buch hin verwirrt, am Ende gab es aber eine gut durchdachte Auflösung, mit der man so nicht rechnen hätte können. 
Die Charakter hatten alle eine kleine Vorgeschichte, waren aber noch ein wenig zu oberflächlich. Da hätte der Autor vielleicht noch etwas Emotionen hinzufügen können.
Junktown und die Politik Junktowns haben mir wahnsinnig gut gefallen. Die Ordnung, die dort herrschte, war einfach so interessant zu entdecken und sehr schlau ausgetüfftelt. Sehr fortschrittlich und intelligent!

Alles in allem kann ich dieses Buch jeden wärmstens empfehlen. Eine spannende Mischung aus Dystopie und Krimi, die wahre Plottwists versteckt hält. Klasse!

5/5 Sternen

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