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Mittwoch, 16. August 2017

Rezension: »Niagara Motel« von Ashley Little


Titel: Niagara Motel
Autor: Ashley Little
Verlag: Rowohlt Polaris
Genre: Contemporary /Roadtrip
Seiten: 272
Einband: Broschiert / Paperback
Erscheinungstermin: 19.Mai 2017
Preis: 16.99€
(Quelle: amazon.com)

«Ich wurde in einem Waschsalon in Paris, Ontario, geboren. Wenn ihr Gina kennen würdet, wüsstet ihr, dass das gar nicht so merkwürdig ist. Gina ist meine Mutter. Sie sagt, sie ist Tänzerin. Sie meint damit, dass sie als Stripperin arbeitet. Und ab und an zieht sie das volle Programm
durch, und dafür gibt es dann noch einen anderen Namen. Aber den darf ich nicht aussprechen.»
Tucker Malone ist elf Jahre alt. Zusammen mit Mutter Gina zieht er kreuz und quer durch Kanada, von Motel zu Motel. Tucker hat schon mehr von der Welt gesehen als die meisten Erwachsenen. Als Gina nach einem Unfall im Krankenhaus landet und Tucker im Jugendheim, beschließt er, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, endlich seinen Vater zu finden. Zusammen mit Meredith, sechzehn und schwanger, macht er sich auf die Reise in die USA, denn dort vermutet Tucker seinen Vater. Auf dem Highway Richtung Süden begegnen ihnen Glücksritter, Verrückte und Beladene. Und alle sind sie auf der Suche...
(Quelle: Rowohlt.de)


Ashley Little hat Creative Writing studiert, bevor sie begann, Romane für Jugendliche und Erwachsene zu schreiben. Ashley Little lebt im Okanagan Valley in British Columbia. Für ihr Werk wurde sie mit mehreren kanadischen Literaturpreisen ausgezeichnet.
(Quelle: Rowohlt.de)


Tucker Ist sein ganzes 11 Jahren-langes Leben schon unterwegs. Seine Mutter Gina hält es nicht lange an einem Ort aus. Gina ist eine Prostituierte. Tucker hat kein Problem damit. Als sie nach Niagara Falls kommen und Tucker im Niagara Motel auf die Rückkehr von Gina von einen ihrer Jobs wartet, erfährt er, dass sie von einem Auto angefahren wurde. Er muss in ein Kinderwohnheim, wo niemand nett zu ihm ist, bis auf Meredith, das 16-jährige nette Mädchen, das den selben Beruf hatte, wie Tuckers Mom. Eine spannende Reise beginnt für die beiden, als sie sich auf die Suche nach Tuckers Vater machen, ins weitenfernte Hollywood...

Dieses Buch war so unglaublich gut! 
Anfangs dachte ich mir, dass es einfach nur eine locker leichte Contemporary-Geschichte wird. Zum Ende hin wurde ich aber so hart getäuscht, denn dort fängt das ganze Drama erst richtig an. Damit möchte ich nicht sagen, dass dies ein Buch ist, das sich sehr lange mit verschiedenen Problemen auseinander setzt, es werden viel eher immer mal wieder Gesellschaftsschichten und die damit kommenden Probleme in die Geschichte mit eingebunden, was die Autorin durch den RoadTrip einfach großartig gelöst hat. Man hat von Anfang an eine große Vielfalt an Persönlichkeiten, es werden Vorurteile behandelt, Rassismus ist ein großes Thema, doch bei allem steht eins im Vordergrund: Die Geschichte rund um Tucker. Und das ist das, was mir bei dieser Geschichte so gut gefallen hat.
Denn die Handlung war einzigartig. Die Geschichte nimmt manchmal einen Lauf, mit dem der Leser nie gerechnet hätte, bleibt aber während dieser ganzen Drehungen und Wendungen so realistisch. Ich hatte wirklich so ein Gefühl der Geborgenheit, wenn ich das Buch in die Hände nahm.
Durch den RoadTrip von Tucker und Meredith sieht man sehr viel von Kanada und Amerika, deswegen sind die Locations abwechslungsreich und oft auch gut beschrieben.
Die Charaktervielfalt, habe ich ja schon gesagt, war der absolute Hammer. Es gab so viele nette Menschen, die man einfach in die Arme schließen möchte. Große Klasse!

Alles in allem kann ich das Buch wirklich jedem empfehlen. Pflichtlektüre für alle!

Ich gebe »Niagara Motel« von Ashley Little 5/5 Sternen!


1. »Fay« von Larry Brown (Heyne Hardcore Verlag)

2. »Girls in The moon« von Janet McNally (cbt Verlag)

3. »Tschick« von Wolfgang Herrendorf (Rowohlt Verlag)
[keine Rezension vorhanden]

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