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Samstag, 25. November 2017

Rezension: »Acht Berge« von Paolo Cognetti


Titel: Acht Berge
Autor: Paolo Cognetti
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt
Genre: Belletristik/Italienische Erzählungen
Seiten: 256
Einband: Gebunden
Erscheinungstermin: 11.September 2017
Preis: 20.00€
(randomhouse.de)

Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer
schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?

Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti mit poetischer Kraft die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über die Unbezwingbarkeit der Natur und des Schicksals, über das Leben, die Liebe und den Tod.

(Quelle: randomhouse.de)

Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt die Sommermonate am liebsten in seiner Hütte im Aostatal auf 2000 Metern Höhe. Er hat Mathematik studiert, einen Abschluss an der Filmhochschule gemacht und Dokumentarfilme produziert, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Auf Italienisch sind von ihm schon Erzählbände und zwei Romane veröffentlicht worden. »Acht Berge« stand über Monate auf Platz 1 der Bestseller in Italien; der Roman erhielt u.a. den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega, und erscheint in über 35 Ländern.
(Quelle: randomhouse.de)

Pierre lebt mit seinen Eltern in einer Großstadt. Eines Tages entscheidet sein Vater ein Haus in den Bergen zu kaufen. Zusammen mit Bruno entsteht eine Geschichte des Lebens, die nicht wahrer, nicht authentischer, nicht realer sein könnte...

Wirklich, ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass vom Leben in seiner pursten Form erzählt und wurde nicht gelangweilt. Es ist wunderbar zu sehen, wie die Charaktere (fast) auf nur 250 Seiten einem an Herz wachen und eine großartige, unvergleichbare Entwicklung durchmachen. Unvergleichbar gilt hierbei jedoch nur für ähnliche Literatur, nicht jedoch für das wahre Leben. Dieses stellt das Meisterwerk nämlich perfekt dar und das ist auch der Hauptpunkt, warum man dieses Buch lesen sollte: Authentizität!
Jedoch kommen noch andere Aspekte hinzu: Eine wohl durchdachte, einzigartige Geschichte, die nicht nur von der Liebe zur Natur spricht, sondern auch den Schmerz der Menschen und der Natur (Verstädterung, Industrialisierung, etc.) auf atemberaubende Weise darlegt.
Hinzu kommen noch gefühlvolle und kontroverse Charaktere, die der Geschichte ihren wahren Wert liefert. Wie schon gesagt entwickeln sich die hier gebotenen Charaktere auf eine so reale Weise, wie ich es in keinem Buch zuvor beobachten konnte. Eine wirkliche Meisterleistung...

...und deswegen gebe ich diesem Buch 5/5 Sternen. Ein Teil meiner Jahreshighlights, aber auch meiner Lesehighlights im kompletten Leben. Von dieser Geschichte werde ich mich nicht so schnell lösen können.




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